Psychische Krankheiten

Genau wie körperliche Erkrankungen erfordern psychische Krankheiten eine ärztliche Behandlung. Häufig ist jedoch die Hemmschwelle einen Neurologen, Psychologen oder Psychiater aufzusuchen sehr groß. Nicht zuletzt deswegen, weil psychisch Erkrankte noch immer stigmatisiert und teilweise auch gesellschaftlich diskriminiert werden. Psychische Krankheiten können sich in vielen verschiedenen Formen äußern und auch die zugrunde liegenden Ursachen für psychische Krankheiten sind sehr unterschiedlich und vielfältig.

Depressionen

Eine sehr häufige psychische Störung ist die Depression. Eine Depression kann jeden treffen und ist richtig erkannt, gut therapierbar. Auslöser einer Depression können unter anderem hormonelle Störungen sein wie zum Beispiel eine Störung der Schilddrüsenfunktion (Über- oder Unterfunktion), eine Erkrankung der Nebenniere (Morbus Addison) oder aber die Wechseljahre. Auch bei schwangeren Frauen und Frauen die gerade entbunden haben, können sich psychische Krankheiten bzw. depressive Zustände entwickeln. Depressionen können aber auch durch traumatische Erlebnisse wie Verlust eines Angehörigen, Arbeitslosigkeit oder andere Ereignisse entstehen. Die Symptome die auf eine Depression hindeuten können sind: grundlose Traurigkeit oder Melancholie, häufiges Weinen, Gefühl der Sinnlosigkeit, Schlafstörungen, Appetitmangel, Müdigkeit, Konzentrationsmangel etc. Mit einer geeigneten Therapie und ggf. mit Medikamenten lässt sich eine Depression behandeln.

Panikattacken/Panikstörungen

Menschen mit einer psychischen Erkrankung leiden oft unter grundloser Traurigkeit.

Menschen mit einer psychischen Erkrankung leiden oft unter grundloser Traurigkeit.

Eine weitere und nicht sehr seltene psychische Erkrankung ist die Angst- oder Panikstörung. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Panikstörungen äußern sich zumeist mit heftigen körperlichen Symptomen. Dazu gehören: Herzrasen und Herzstolpern, Luftnot, Kribbeln im ganzen Körper, Angst zu sterben, Zittern und wackelige Beine sowie Schweißausbrüche. Folge dieser Erkrankung ist, dass der Betroffene sich immer weiter zurückzieht und Schwierigkeiten hat das Alltagsleben mit Familie, Hobbys und Beruf normal zu führen. Eine Angstattacke beim Einkauf, ein Schwächeanfall mit Herzrasen bei der Büroarbeit und die Welt gerät aus den Fugen. Je häufiger diese Attacken auftreten, je höher ist der Leidensdruck. Auch hier kann eine ärztliche Behandlung helfen den Ursachen auf den Grund zu gehen und den Leidensdruck zu verringern.

Essstörungen

Auch Essstörungen gehören in den Bereich psychische Krankheiten. So haben Krankeiten wie Anorexie (Magersucht) oder Bulimie (Ess- und Brechsucht) ihren Ursprung in einer psychischen Störung. Traumatische Erlebnisse der Vergangenheit können sich in einer Essstörung manifestieren und diese kann, unbehandelt, sogar lebensbedrohend sein. Daher gehört eine Essstörung auch immer in fachärztliche Behandlung.

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